Mallorca

Mallorca ist die größte Insel der Balearen-Gruppe, die zusammen mit den Pityusen als spanische Region eine autonome Gemeinschaft innerhalb des spanischen Staates bildet. Auf Mallorca befindet sich die Hauptstadt der Balearischen Inseln, Palma de Mallorca. Amtssprachen sind Katalanisch und Spanisch. Darüber hinaus ist Mallorca auch die größte zu Spanien gehörende Insel.

Der Name Mallorca stammt aus dem Lateinischen: „Insula maior“. Auf Mallorca gründeten die Römer im Jahr 123 v. Chr. die Provinzstadt mit dem Namen „Palmaria“.

1950 kamen die ersten Touristen auf die Insel. Bereits 1960 und 1970 wurden mit dem einsetzenden Tourismus-Boom die meisten großen Hotelanlagen gebaut. Der Tourismus hat sich dank bequemer Flugverbindungen seither zum Motor für die Wirtschaft der Balearen entwickelt. Der Flughafen Son Sant Joan ist der drittgrößte Flughafen Spaniens und bietet Direktflüge zu den wichtigsten europäischen Städten. Der private Flugbetrieb ist im Wachstum, neben Son Sant Joan kann mit kleineren Privatmaschinen auch der Flughafen Son Bonet angeflogen werden. Mallorca ist innerhalb von nur zwei oder drei Stunden von den wichtigsten europäischen Metropolen aus zu erreichen. Die Insel beherbergt jährlich etwa 12 Millionen Touristen.

Die Insel Mallorca hat eine maximale Ost-West-Ausdehnung von 98 Kilometern und eine Nord-Süd-Ausdehnung von 78 Kilometern. Sie ist 3.603,7155 km², einschließlich kleinerer vorgelagerter Inseln 3.622,5448 km² groß. Mallorca verfügt dabei über eine Küstenlinie von über 550 Kilometern Länge. Von den 876.147 gemeldeten Einwohner (Stand: 2012), leben 407.648 in der Hauptstadt Palma.

Mallorca besitzt ein gemäßigtes subtropisches Klima mit durchschnittlich 7,9 Sonnenstunden am Tag und durchschnittlichen Niederschlagsmengen (1400 Millimeter im Norden, 400 Millimeter im Süden).

Die kurzen Winter sind bedingt durch die Insellage mild und feucht. In seltenen Fällen kann es allerdings auch zu Schneefällen, vornehmlich in den Bergen, kommen. In den Sommermonaten hingegen regnet es kaum. Die Temperaturen im Inselinneren können dann bis über 40 °C steigen.

Ab Ende August sind kurze starke Regenfälle begleitet durch Sturm und Gewitter möglich, wodurch der Oktober statistisch der niederschlagsreichste Monat des Jahres ist. Das kann bis zu örtlichen Überschwemmungen führen, wenn die Torrents die Wassermengen nicht mehr aufnehmen und ins Meer ableiten können.

Ende Dezember bis in den Januar sind windstille, milde Wetterlagen, die sogenannten calmes, häufig. Die kleinen Sommer führen schon im Januar zur Mandelblüte, was der Insel im Gegensatz zur ausgetrockneten Landschaft im Sommer ein völlig anderes Aussehen gibt.

Die Serra de Tramuntana, die Bergkette, die sich von Port de Andratx bis zum Puerto de Pollensa (Port de Pollença) erstreckt und seit 2010 Weltkulturerbe der UNESCO ist schützt die ganze Insel vor Wind und Wetter. Ihre höchste Erhebung ist der Puig Major mit einer Höhe von 1.342 m. Michael Douglas hat für den Schutz und die Erhaltung der Umwelt die Stiftung Costa Nord www.costanord.es ins Leben gerufen.